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Bei entsprechend veranlagten Personen kann aber bereits eine einmalige Anwendung von jodhaltigem Röntgenkontrastmittel eine chronische
Jodvergiftung auslösen.
Der menschliche Körper speichert normalerweise 12-20 mg Jod. Als “Jodsammler” haben Sie u.U. deutlich mehr als diese Menge im Körper. Ab einer Menge von 2
mg (im Körper freigesetztem) Jod können bereits Symptome wie Reizungen der Schleimhäute, Entzündungen oder Atemnot auftreten. Eine Menge von 2-3 Gramm reinem Jod kann bereits tödlich sein, dies entspricht einer
Menge von 30 ml Jodtinktur.
Jod gehört wie Ozon oder Chlor zu zu den sehr starken Oxidationsmitteln. Sie zerstören durch Oxidation lebenswichtige Stoffe wie z.B. den zelleigenen Sauerstoff im Körper. Die
Sauerstoffaufnahme wird so ggf. bis zum Ersticken der Zellen reduziert. Die Folge sind Atemnot, starker Leistungsabfall, nächtliches “Durchhängen” von Kreislauf und Körpertemperatur mit morgendlichem
Erschlagensein sowie starke Kopf und Nierenschmerzen. Ein saures Mileu begünstigt die Oxidaton. (siehe “Erkrankungen”)
Es gibt Gifte wie z.B. Quecksilber, Cadmium oder Blei, für die unser Körper über keinen Ausscheidungs- mechnismus verfügt. Diese
werden daher in bestimmten Körperregionen (z.B. Fettpolster) abgelagert. Sobald die Lagerkapazitäten erschöpft sind oder aufgelöst werden (z.B. bei Diäten), wird der Köper plötzlich mit Gift überschwemmt. Man nennt
solche Gifte kumulierend, man kann lange Zeit geringe Dosen eines kumulierenden Giftes aufnehmen und aushalten, bis es dann plötzlich zur Vergiftung kommt. (Wawra/Dolznig/Müllner “Chemie erlebt”)
Symptome einer akuten Jodvergiftung:
- Entzündung von Nasen, Mund- und Magenschleimhäuten (Jodschnupfen)
- Nervosität und starke Schlafstörungen
- Herzklopfen und Herzrythmusstörungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Fieber und allgemeine Schwäche, starkes Schwitzen und "kalter Schweiss"
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen)
- stark überspannte Muskulatur (stechende Schmerzen in belasteten Muskeln, Sehnen und Gelenken)
- Atemnot und Kurzatmigkeit
- erhöhtes Sexualverlangen
- in schweren Fällen auch eine Schwellung der Schilddrüse
- bräunliche Färbung des Urins
Symptome einer chronischen Jodvergiftung:
Hautveränderungen
- gerötete und geschwollene rote Hautflecken
- trockene, stark juckende Haut
- “stechendes” Jucken vor dem Einschlafen
- eitrige Pusteln, die lange brauchen um abzuheilen
begleitet von
- ständigem Durchfall
- Übelkeit und Sodbrennen
- Heisshunger (abendliche Fressattacken) ohne Gewichtszunahme
- Magenkrämpfe
- erhöhte Magensäureproduktion (Verätzungen der Bronchien durch Magensäure, die nächtens die Speiseröhre hoch gelaufen war)
- verstärkter Harndrang
- Schwindel, grippeartige Symptome, Kopfschmerzen (vor allem nach dem Essen)
- Reizbarkeit + starke Lärm- und Lichtempfindlichkeit
- latente Aggressivität und Stimmungsschwankungen
- gereizte und entzündete Augen
- Nierenschmerzen (vor allem nach Anstrengungen und beim Abnehmen)
Die Vergiftung mit Jod wirkt zunächst auf äusserst subtile Art. Alle oder auch nur einige der o.g. Symp- tome können mal mehr und mal weniger
auftreten. Es werden bevorzugt ohnehin belastete Teile des Organismus angegriffen. Häufig denkt man deshalb zunächst an Stresssymptome
- "Reizdarm" wegen des ständigen Durchfalls
- "Sehnenscheiden- und Kapselentzündungen" durch chronische "Überlastungen" von Muskeln und Sehnen bei der Arbeit
- entzündete Augen wegen Bildschirmarbeit
- ständiges "Geschafftsein" und “Neurodermitis” durch Stress, etc.
Der gesamte Organismus ist ständig angespannt, insbesondere die Muskulatur kommt nie zur Ruhe. Entspannung ist irgendwann kaum noch möglich.
Hierdurch entstehen Muskel und Gelenkschmerzen. Blessuren, die normalerweise in Tagen oder Wochen abheilen, brauchen plötzlich Wochen und Monate. Man glaubt, man wird alt, fühlt sich auch wie ein 100-jähriger.
Eigentlich nicht übermäßig stark belastete Sehnen schmerzen irgendwann ohne ersichtlichen Grund ständig. Zusammen mit den Schlafstörungen, der Überreizbarkeit und dem Gefühl ständig krank zu sein entsteht ein
Zustand völliger Unzufriedenheit. Man fühlt sich irgenwann nur noch wie ein “Haufen Sch.....". Eine latent vorhandene zunehmende Aggressivität führt schon bei kleinen Anlässen zu Wutausbrüchen und
cholerischen Anfällen.
In diesem Zusammenhang sei auf die Störungen bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen
hingewiesen, die sowohl Schilddrüsenüberfunktions- als auch -unterfunktionssymptome auslösen können (->Schilddrüse).
Bestimmung des Jodgehaltes im Körper
Jod reichert sich neben der Schilddrüse vor allem in der Leber, der Niere, der Mamma (Mutterbrust) und im Bindegewebe der Muskulatur an. Der
Jodgehalt im Muskelgewebe kann sogar höher als der in Leber oder Nieren sein. Dies ist auch der Grund, weshalb bei körperlichen Anstrengungen (selbst bei alltäglichen Verrichtungen) vermehrt Beschwerden auftreten
können.
Die aktuell im Körper vorhandene Menge an Jod ist nur schwer bestimmbar. Eine Urinuntersuchung
ist sehr ungenau, da die ausgeschiedene Menge Jod stark von äußeren Umständen wie Ernährung, Bewe- gung, Jahreszeit (Wärme) oder allgemeiner Konstitution abhängt. Für eine exakte Betimmung müßte der Urin 24 Stunden gesammelt werden. So behilft man sich mit Messung des Jodes im Spontanurin und setzt ihn in Beziehung zum gleichzeitig ausgeschiedenen Kreatinin, welches als Abbauprodukt des Muskeleiweisses Kreatin entsteht. Diese ist u.a. abhängig von der Muskelmasse und vom Fleischver- zehr, und unterliegt somit starken individuellen Schwankungen. Trotzdem wurde diese Kreatininmenge bisher immer als konstante Größe angesehen, was zwangsläufig zu falschen Resultaten im Bezug auf die im Körper vorhandene Jodmenge führt. (Siehe auch ->Ute Aurin “Risiko Jod”)
Eine Gewebeuntersuchung ist aufwendig und teuer und kann zudem nur punktuell Aufschluss geben.
Maßnahmen im Fall einer chronischen Jodvergiftung
Konsequente Ernährungsumstellung !
- Künstlich jodierte Lebensmittel sowie Jodsalz meiden (insbesondere deutsche Butter, Milch, Milchprodukte, lose verkauftes Brot, Brötchen und Gebäck). Dies
gilt auch für Lebensmittel mit hohen natürlichen Jodgehalten wie Seefisch oder Algen. Siehe hierzu ->Ernährung.
- Jod in der Arbeits- oder Lebensumgebung meiden
- Vorsicht mit Alkohol ! Alkohol löst vermehrt Jod aus dem Körpergewebe. Ein schwerer “Giftschub” kann die Folge sein.
Die Ernährungsumstellung beginnt bereits nach wenigen Tagen bis Wochen zu wirken (festerer Stuhl, allmähliche Beruhigung). Erst nach mehreren
Wochen bzw. Monaten normalisiert sich der Organismus langsam und alle o.g. Symptome können sich zurückbilden.
Jod bzw. daraus resultierende chemische Verbindungen wird nur langsam abgebaut. Überschüsse werden in der Schilddrüse, in den Magenschleimhäuten,
den Speicheldrüsen und bei Frauen in der Plazenta angereichert. Übelkeit und Sodbrennen setzen meist dann ein, wenn der Fettstoffwechsel "anspringt". Dies ist z.B. nach einer halben Stunde körperlicher
Aktivität der Fall oder wenn ca. 2-3 Std. nichts gegessen wurde. Dann wird vermehrt körpereigenes Jod freigesetzt. Auch die Nieren schmerzen anschliessend (oft erst am nächsten Tag) besonders. Daher am besten viele
kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.
Die Entgiftung des Körpers dauert mindestens mehrere Monate, abhängig davon, wieviel Jod im Körper gespeichert ist, kann der
Entgiftungsprozess mehrere Jahre dauern.
Das Befinden schwankt in dieser Zeit stark. Es können Nieren- und Kopfschmerzen, Fieber, Kreislauf- störungen oder Hitzewallungen auftreten. Diese
Symptome werden jedoch im Lauf der Wochen, Monate und Jahre zunehmend besser.
Verwenden Sie keine fluodierte Zahncreme. Fluor ist wie Jod ein Halogen und wird wahrscheinlich in ähnlichen biologischen Prozessen wie Jod vom Körper abgebaut und ausgeschieden und behindert so die
Jodausscheidung. Über die Mundschleimhäute wird Fluor schnell aufgenommen und in den Speicheldrüsen eingelagert. Beschwerden treten daher häufig nach dem Zähneputzen und kurz nach dem Essen auf. Siehe hierzu auch
den Artikel in der letzten Ausgabe von "Fluoride" http://www.fluorideresearch.org/422/files/FJ2009_v42_n2_p075-087.pdf
->Ausleitung von Jod
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