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Jodausleitung

Niere

Mit Vergiftungen häufig einergehend ist eine verminderte Harnproduktion. Dies stellt durch die Anhäufung von Stoffwechselprodukten schon für sich eine erhebliche Belastung für den Organismus dar. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und damit Harnbildung sicher zu stellen.

Viel Trinken ist also angesagt. Verwenden Sie hierbei möglichst kein Mineralwasser, da dies häufig hohe Jodgehalte aufweist, leider oft ohne Deklaration. Ebenso können Mineralstoffe in hoher Menge eine Belastung für die Nieren darstellen. Falls Sie den Aufwand scheuen, sich ->unbelastetes Wasser zu kaufen, ist mehrere Minuten bei offenem Deckel abgekochtes Leitungswasser eine gute Alternative. Optimal ist ->gefiltertes Leitungswasser.

Magen Darm Leber

Bei der Entgiftung des Körpers spielt die Leber eine wichtige Rolle, sie kann viele Substanzen chemisch inaktivieren oder zumindest in besser wasserlösliche Form überführen, die dann um so leichter ausge- schieden werden. Da sowohl die Ausgangssubstanz als auch ihre Stoffwechselprodukte oft in hohen Konzentrationen in der Galle erscheinen, können Mittel, die den Gallefluss erhöhen und die Resorbtion aus dem Darm vermindern, eine zusätzliche Beschleunigung der Ausscheidung bewirken (z.B Artischockenextrakt). Dies ist aber individuell verschieden und muss ggf. ausprobiert werden.

Vitamin C

Vitamn C kann Engiftungsprozesse beschleunigen. Verwenden Sie ggf. ein Langzeitpräparat mit einer kontinuierlichen Abgabe. Es sei hier jedoch ausdrücklich auf die damit verbundenen ->Risiken hingewiesen.

Vorsicht

Es gibt alle möglichen Substanzen wie Vitamin E oder Selen, denen man ausleitende Eigenschaften nachsagt, und die diese im Einzelfall sogar haben können. Es können aber ebenso und viel wahrscheinlicher starke Nebenwirkungen und Schädigungen auftreten, weshalb hier dringend von Experimenten abzuraten ist.

Jodausleitung

Mit Jodausleitung ist gemeint, dass der Körper von sich aus versucht, ein inneres Gleichgewicht herzustellen und zu viel gespeichertes weil schädliches Jod auszuscheiden. Dies ergibt sich i.d.R. schon allein dadurch, dass künstliche Jodzusätze und hohe natürliche Jodgehalte gemieden werden (->Ernährung). Keinesfalls muss Jod gänzlich gemieden werden. Dies geht ohnehin nicht, da die meisten Nahrungsmittel zumindest Spuren von Jod beinhalten, was üblicherweise nicht nur vollkommen ausreichend sondern auch auch völlig unproblematisch ist.

Mögliche Nebenwirkungen

Sie brauchen nicht befürchten, dass Sie zuwenig Jod über die Nahrung aufnehmen. Unter normalen Umständen reicht es z.B., 1-2 in der Woche 100 g Seefisch oder Ähnliches zu essen. Dies entspricht ca. 500 Mikrogramm Jod, was über die Woche verteilt etwa 70 Mikrogramm Jod am Tag ausmacht. Heutzutage hat man diese Wochenration Jod ggf. bereits durch den Konsum eines drittel Liters Milchs oder 100 Gramm einer mit Schilddrüsenfleisch hergestellten Bockurst aufgenommen.

Der Körper ist aber problemlos in der Lage, etliche Tage ganz ohne Jodzufuhr auszukommen, da relativ viel Jod in der Schilddrüse, dem Magen-Darm-Trakt oder der Speicheldrüse gespeichert wird. Ein durchschnittlicher Körper hat ca. 12-20 Milligramm = 12.000- 20.000 Mikrogramm Jod gespeichert. Außerdem kann ein Teil des in den Schilddrüsenhormonen enthaltenen Jodes nach "Verbrauch" der Hormone (z.B. bei körperlichen oder geistigen Tätigkeiten) wieder recycelt werden. Da Sie aber u.U. über viele Jahre Jod im Körper angereichert haben, besteht nicht im Geringsten die Befürchtung, Sie könnten mit Jod "unterversorgt" sein. Sie können also unbesorgt so viel oder so wenig essen, was Sie wollen.

Falls Sie aber schon länger künstliches Jod eingenommen haben (was eigentlich bei allen hier lebenden Bürgern der Fall ist), kann es sein, dass nach dem Absetzen "Entzugserscheinungen" auftreten.

Ein möglicher Gesichtspunkt ist dabei, dass die Schilddrüse durch die jahrelange er-/überhöhte Jodzufuhr die Fähigkeit (zum Teil) verloren hat, Jod zu speichern bzw. daraus aus eigener Kraft (d.h. bei normaler Jodzufuhr bzw. mit körpereigenem Jod) in ausreichender Menge Hormone zu bilden. Erschwerend kommen hier ggf. noch Jodverwertungsstörungen hinzu. Eine Entzugserscheinung wäre dann Müdigkeit und Erschöpfung.

Dazu muss man wissen, dass Jod ein zentral dämpfendes Gift ist. Der Organismus muss dem aus Gründen der Selbsterhaltung entgegenwirken. Er tut dies u.a. dadurch, dass er verstärkt Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet, Stresshormone die aufregend und aufputschend wirken, der sedierenden Wirkung von Jod entgegenwirken und somit ein inneres Gleichgewicht herstellen. Gleichzeitig wird die Empfindlichkeit gegenüber diesen Hormonen herauf gesetzt, so dass dieselbe Menge Hormone eine stärkere Wirkung erzielt.

Nach dem Absetzen des Jodes bleibt dieses mehr oder minder lange bestehen. Im Falle eines Alkoholentzu- ges entsteht so dass typische Zittern. Bei Jod ist es Überdrehtsein, Aggressivität, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, etc. Pardoxerweise benötigt aber gerade Überdrehtsein viele Schilddrüsenhormone, so dass diese Hormone schnell erschöpft sind. Dann tritt wieder Müdigkeit und Erschöpfung ein, der Körper schüttet verstärkt Adrenalin aus, und produziert durch das während des Hochgedrehtseins freigesetzte Jod über die Schilddrüse kurzzeitig (so lange der Jodpegel wieder hoch ist) wie verrückt Hormone. So ergibt sich ein ständiges Auf und Ab, ein Pendeln zwischen totalem Überdrehtsein und völliger Erschöpfung. Wenn sich dieses dann noch überschneidet, ist es so, als ob man bei einem Auto gleichzeitig Gas gibt und auf der Bremse steht. Die Zyklen erstecken sich hierbei über mehrere Tage, können aber auch an einem einzigen Tag mehrfach zwischen den Extremen hin und her pendeln. Bei fortschreitende Ausleitung des Jodes nehmen die Ausschläge dieses Auf-und-Abs aber ab, und es tritt eine allmähliche Beruhigung und später im günstigsten Fall völlige Normalisierung ein. Das kann aber Wochen, Monate bis Jahre dauern.

Wenn dann noch zusätzlich wieder erhöht Jod (womöglich Turbojod,d.h. küstlich zugesetztes und in seiner chemischen Struktur leichter organisch verwertbares Jod) aufgenommen wird, gerät das ganze System aus allen Fugen. Das sollte also unbedingt vermieden werden.

Allgemein von Bedeutung sind auch die möglicherweise Verschlechterung der Vergiftungsbeschwerden durch ->Elektrosmog und ->Quecksilber in Amalgam-Füllungen.