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Das der Nahrung zugesetzte Jod macht krank. Die von Udo Pollmer in [1] veröffentlichen Zahlen, die sich auf die DDR bezogen, und eingerechnet, dass die Hochjodierung in Gesamtdeutschland 1988 erst richtig begann, ergeben sich ca. 8000 lebensbedrohliche Jodvergiftungen und 60.000 Schilddrüsenüberfunktio- nen, die jährlich durch Jod verursacht werden. Nach Schätzungen sind inzwischen zwischen 10-30% der Gesamtbevölkerung von einer Schilddrüsenerkrankung betroffen.
Zig-tausende Menschen erkranken jährlich nachweislich an Jodallergie und Jodakne. Millionen erkran- ken an Neurodermitis,
Magen-Darm-Erkrankungen, Schlafstörungen, Erkrankungen des Bewegungs- apparates. Viele leiden über Jahre entsetzlich ohne zu wissen warum. Sie befinden sich zum Teil in einer verzweifelten und
ausweglosen Situation.
Ursache für die Zwangsjodierung ist nicht ein vermeintlicher Jodmangel deutscher Böden, sondern die durch die Kontamination der
Böden und des Grund- und Trinkwassers mit Nitraten und Huminsäuren verursachten Jodverwertungsstörungen, sowie die radioaktive Belastung durch Kernkraftwerke und Tschernobyl. Der Einsatz von Jod verlangsamt das zurzeit stattfindende Desaster
lediglich und vertagt bestehende Probleme somit mal wieder auf den Sankt-Nimmerleinstag.
Der Teil der Bevölkerung, der z.T. schwere gesundheitliche Schäden davonträgt, wird mit denen “verrech- net”, die von
der kollektiven Zwangsjodierung profitieren sollen. Ob dies unter dem Strich überhaupt einen “Gewinn” ausmacht ist ungewiss. In der Schweiz ist die Zahl der Schilddrüsenoperationen trotz Joprophylaxe um
30 % gestiegen. In den USA ist Jahrzehnte nach Einführung der Massenjodierung noch immer keine Verbesserung der Schilddrüsengesundheit der Bevölkerung zu verzeichnen [5 S. 32]
Das Hauptargument ist, dass mit der Jodierung Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen vorgebeugt werden soll. Eine
erhöhte Zufuhr von Jod kann gerade bei Kindern häufig eine Vergrößerung der Schilddrüse verhindern. Das eigentliche Problem, z. B. eine erhöhte Nitratbelastung, wird dabei jedoch meistens maskiert. Durch eine
konsequente Senkung der Nitratbelastung von Böden und Grundwasser würden neben einem nicht unwesentlichen Anteil der Kröpfe bei Kindern auch andere gesundheitliche Belastungen positiv beeinflusst (potenzielles
Krebsrisiko durch Nitrosaminbildung, Risiko Methämoglobinämie bei Säuglingen). Kontrovers diskutiert werden außerdem verschiedenste Aspekte rund um die Jodprophylaxe bei Kindern. Während sich z. B. der
Arbeitskreis Jodmangel sicher ist, dass die klinisch manifestierte Schilddürsenunterfunktion bei neugeborenen Kindern (Prävalenz: 1 von 3.000 Neugeborenen) auf Jodmangel während der Schwangerschaft zurückzuführen
ist und durch Jodprophylaxemaßnahmen in der Schwangerschaft verhindert werden kann, diskutiert man an anderer Stelle, dass Ungeborene gerade unter einer zu hohen Jodzufuhr der Mutter mit einer
Schilddrüsenunterfunktion reagieren (15. Wiesbadener Schildrüsengespräch, 1997). kinderernaehrungsbericht-bawue2002.pdf S.86 ff.
Eine vergrößerte Schilddrüse meist recht einfach
schon im Frühstadium festgestellt werden und durch eine gezielte, kontrollierte, auf das jeweilige Individuum abgestellte Medikation sicher besser entgegengewirkt werden, als durch eine unkontrollierte, zufällig
ggf. zu hohe oder zu niedrige Dosis von der Nahrung zugesetztem Jod. Hierfür wären lediglich regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen notwendig, die aber eben auch Geld kosten. Auch ist gerade Hyperaktivität (ADHS-Syndrom) und die damit verbundenen Lern- und Entwicklungsstörungen bei Kindern inzwischen stark verbreitet. Und was nützt es, dass ein Kind zwar keine Schilddrüsenvergrößerung bekommt, aber dafür später einen Morbus-Basedow oder Morbus-Hashimoto ?
Dass Millionen Menschen durch jodierte Nahrungsmittel z.T. schwer krank sind, ist ungeheuerlich. Wirklich schlimm ist: Das ganze
Problem ist in den Ministerien (Gesundheit, Agrar, Umwelt) nicht nur bekannt, sondern wird ganz bewußt in Kauf genommen, um bestehende Witschaftsstrukturen nicht anzutasten. Dieses “Totschweigen” und
Leugnen führt dazu, dass Betroffenen nicht geholfen werden kann, weil die Symptomatik bei Ärzten nicht bekannt ist. Jodvergiftung wurde aus dem ärztlichen Leistungskatalog gestrichen und kann daher nicht mehr
diagnostiziert werden.
Es stellt sich schon die Frage, warum es eigentlich nicht äquivalent zum Arbeitskreis ‘Jodmangel’ auch einen
Arbeitskreis ‘Nitratbelastung duch Überdüngung’ im Bundestag gibt, denn da scheint ja eigentlich der Hase im Pfeffer zu liegen. Aber das ist wohl ein zu heisses Eisen, meine Damen und Herren Abgeordneten
und Minister !? Dass die G.r.ü.n.e.n so etwas mitmachen, diskreditiert jegliche ethisch-moralischen Ansprüche dieser Partei.
Es wird nicht auf die Risiken der Überjodierung hingewiesen, weil man zu Recht massive Umsatz- einbrüche befürchtet. Die
Jodkranken sind somit Teil eines Bauernopfers auf dem Altar der Wirt- schaftsliberalität. Die Minderheit derjenigen, die das der Nahrung künstlich zugesetzte Jod nicht vertragen, wird so der
“Volksgesundheit” geopfert.
Ein weiterer, als Eugenik bekannter gedanklicher Ansatz, der bei Jodbefürwortern anzutreffen ist, besteht darin, Jodallergie und
Schilddrüsenerkrankungen als “erbliche Defekte” darzustellen, die es durch geeignete gesundheitspolitische Maßnahmen “auszurotten” gilt, ähnlich wie man durch plan- mäßige Zuchtauswahl etwa
bessere Nutzviehsorten heranzüchtet. Die Züchtung eines gegen Umwelt- gifte resistenten Menschen muß aber scheitern. Biologische Merkmale werden nämlich häufig grup- penweise vererbt, durch das Ausmerzen eines
“unerwünschten Merkmals” gehen zugleich erwünschte Merkmale mit verloren, zweitens - und wichtiger noch - können “unerwünschte Merkmale” durch Mutation in jeder Generation neu auftreten.
Im übrigen wird Jodallergie nicht vererbt, sondern tritt durch die bei Wirbeltieren vorhandenen adaptiven (erworbenen) Immunität quasi zwangsläufig bei einem Teil der Bevölkerung auf, da die für die Bildung von
Antikörpern zuständigen Gene extrem schnell mutieren. Jod ist (und bleibt) für den Organismus ein ausgesprochen zweischneidiges Schwert, da er Jod für die Bildung von Schilddrüsenhormonen sowohl benötigt, als auch
zusehen muss, dass er giftige Stoffe (und ein solcher ist Jod nun mal) möglichst effektiv abwehrt. Genauso wenig können “latente Schiddrüsenüberfunktionen” als “krankhafte Eigenschaften”, die es möglichst auszumerzen gilt, eingestuft werden, sondern treten im Rahmen der natürlichen, durch
Mutabilität bedingten Schwankungsbreite bei bestimmten Menschen immer wieder auf. Nicht selten sind es die wertvollsten.
Es muss dem Bevölkerungsteil, der künstliche Jodide nicht verträgt, möglich sein der Überjodierung bewusst auszuweichen. Ich sage:
"Hände weg von den Grundnahrungsmitteln" und fordere eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung auch unverpackter Lebensmittel in allen Bundesländern. Ich will die freie Auswahl! Die nicht deklarationspflichtige Jodierung unverpackter Nahrungsmittel (z.B. Back- und Wurstwaren, Käse) bedeutet eine
Zwangsmedikation.
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