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VIEHFUTTERJODIERUNG Die Viehfutterjodierung ist ein Phänomen der Massentierhaltung. Normale Nutztiere
brauchen keine künstlichen Jodzusätze. Erst die heutigen Hochleistungskühe brauchen diese Jodzusätze, um die enorm hohen Milcherträge liefern zu können. Hier kann man aber zwischen "bedarfsgerechter" Tierfutterjodierung und der Hochjodierung zum Zwecke der Zwangsmedikationn der Konsumenten unterscheiden. Die folgende Tabelle gibt nicht unbedingt wieder, ob in einem Land jodiert wird,
sondern ob so hoch jodiert wird, dass sich das Jod in den Lebensmitteln kumuliert.
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verträglich |
unverträglich |
vielleicht verträglich |
Europa |
Belgien Dänemark (1) Griechenland Irland Italien (4) Niederlande (1) Polen
Portugal Schottland Spanien Türkei |
Deutschland Finnland Norwegen Österreich Schweiz Tschechien |
England (3) Frankreich (7)->Aktuelles) Ungarn |
ausserhalb |
Afghanistan Cape Verde Gabun Dominikanische Republik Kuba (6) Kenia Kongo Libanon
Mauritius Neuseeland Seychellen Tailand |
Afrika (2) Argentinien (5) Australien Bolivien Brasilien Chile China Costa Rica
(6) Indien Israel Kanada Kolumbien Mexiko Nicaragua (6) Thailand USA |
Panama (6) |
(1) Durch den Import deutscher Milch kann es zur Belastung von Milchprodukten kommen.
(2) Alle Länder ausser Mauritius, den Seychellen, Kongo, Cape Verde und Gabun haben Jodierungsprogramme. In manchen Teilen Afrikas ist Jodöl im Einsatz.
(3) In Großbritannien existieren keine Regelungen über den Iodzusatz zu Salz oder anderen Lebensmitteln, iodiertes Salz (20-30 mg/kg) ist auf dem Markt, findet aber nicht die breite
Anwendung wie in Deutschland. Dagegen ist Milch hoch iodhaltig. Eine Übersichtsuntersuchung aus den Jahren 1998-1999 [115] findet mittlere Iodgehalte in Kuhmilch von 311 µg/kg. U.U. Verwendung
von Jodsalz bei der Käseherstellung (4) Ich habe bei den Produkten 'lamilanese' und 'Cordon bleu' der Firma AIA die schlechte
Erfahrung gemacht, dass dort Jodsalz verwendet wird, ohne dass dies deklariert ist. Bei anderen Produkten der Firma AA hatte ich jedoch bisher keine Probleme. (5) siehe Aktuelles->Argentinisches Rindfleisch (6) Ausschließliche Verwendung von Jodsalz. Nicht jodiertes Salz ist quasi nicht erhältlich.
(7) Milchprodukte und Rindfleisch sind sicher belastet. Ziegen- und Schafsmilch ist ungewiss. Geflügel (Hähnchen, Pute) ist verträglich.
Zum Thema Tierfutterjodierung siehe auch: Ute Aurin "Risiko Jod" sowie ->Jodierung FLEISCH + WURSTWAREN Durch den größten "Coup" der Jodbefürworter, die Tierfutterjodierung, gibt es heute kaum mehr
Fleisch- waren aus deutscher Erzeugung, die nicht künstlich jodangereichert sind, auch nicht bei Bio-Bauern. Die wenigsten Verbraucher, ja selbst die wenigsten Erzeuger wissen davon. Auf der prinzipiell
sicheren Schiene sind Sie nur mit Wild. Aber Vorsicht: Auch das Damwild in Zuchtgehegen und das Wild in man- chen Forstrevieren hat Zugang zu jodierten Salzlecken!
Die Erhöhung des Iodgehalts in Futtermitteln von Hühnern und Schweinen läßt den Iodgehalt im Fleisch der Tiere deutlich ansteigen. Innereien (Leber, Herz) sind ebenfalls iodreich (14-30 µg/100g) Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (Hrsg.): Der kleine Souci Fachmann Kraut. Stuttgart: Wissenschaftliche
Verlagsgesellschaft, 3. Aufl. 2004, S. 121-122, 131
Bockwurst enthält durch die Mitverarbeitung der tierischen Schilddrüse bis zu 42 µg Iod/100g [16]. Auch Produkte, die Fleisch als Inhaltsstoff enthalten, z.B. Wurst und Fertiggerichte, sind daher heute iodreicher.
Köhrle, J. (Hrsg.): Mineralstoffe und Spurenelemente. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1998, S. 209-233 Absolut verträglich ist Fleisch aus Ländern, in denen das Tierfutter nicht jodiert wird (siehe ->Tierfutterjodierung)
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Schlachter, ob er Ihnen solches Fleisch besorgen kann. Vielleicht haben Sie ein Wild- oder Delikatess-Fachgeschäft in Ihrer Nähe.
Im Zeichen der EU ist es nicht ungewöhnlich, dass Schinken aus einer holsteinischen Großmästerei in Italien zu einem gesuchten Feinschmeckerprodukt veredelt und als solches verkauft wird. Der Ver-
braucher in Lübeck ahnt dann nicht, dass sein Brotbelag, "in Südtiroler Bergtälern gereift", aber um die Ecke gewachsen ist. Bei Wurstwaren aus dem Ausland besteht daher immer das Risiko, falsch
deklarierte Produkte zu erhalten. Vorsicht vor folgenden Produkten: "ungarische Salami" der Firma Herz, polnische Krakauer der Firma Koto "Halina Köstlich". EIER
Das Jod ist undeklariert eingeschmuggelt in die sogenannte "Mineralstoff-Vormischung". Der Bauer weiß es gar nicht. Die Futtermittelindustrie: "Die (Hybrid-) Tiere brauchen das, sonst verlieren sie die
Federn!" Quatsch! Laufen italienische Hühner nackt herum? Kein deutsches Huhn hat vor 1995 heimlich undeklariertes Jod in der sogenannten "Mineralstoff-Vormischung" bekommen und war
deshalb weniger gesund. Zu beobachten ist eine Steigerung des Iodgehalts von 1988-1992 von 4,6 auf 64 µg Iod/100g [8], d.h.
der Verzehr eines Eis kann über 30 µg Iod beisteuern. Auch Produkte, die Eier als Inhaltsstoff enthalten, z.B. Eierlikör oder Eiersalat, und Gerichte im Haushalt, die mit Eiern zubereitet werden,
weisen daher höhere Iodkonzentrationen auf.Erfreulicherweise führt die Handelskette PLUS in Ihrem Angebot Eier der Marke BioBio. Dies kommen aus Frankreich, Italien und Holland und sind sehr gut verträglich.
Beachten Sie aber den Aufdruck mit dem Länderkennzeichen, die Eier können auch aus Deutschland kommen. Auch die Firma Erlenhof führt Eier aus Holland, die unbelastet sind. Erhältlich u.a. bei REWE.
BROT UND BACKWAREN Brot und Brötchen enthalten extrem viel Salz. Wenn für die Herstellung Jodsalz verwendet wird, ent-
stehen regelrechte Jodbomben (bis 500 Microgramm Jod/100 g Brot). Selbst Zwiebacke sind häufig jodiert. Erfreulicherweise gibt es viele Erzeuger, die den Jodunsinn nicht mitmachen, so dass Sie bei
verpackten Brot- und Backwaren neben der Verwendung von normalem Salz lediglich darauf achten müssen, dass keine Milch- oder Molkezusätze verwendet werden.
Achtung ! Für viele Bäcker (und auch andere) ist Jodsalz inzwischen so normal, dass sie auf die Frage, ob sie normales Salz verwenden, bejahen, obwohl sie Jodsalz nehmen. Selbst wenn Ihr
Bäcker Ihnen versichern, daß er kein Jodsalz verwendet, kann es trotzdem sein, dass Sie auf die von ihm erzeugten Backwaren reagieren. Vielleicht benutzt er Fertigmischungen der Firma Bäko, die,
ohne dass er es weiß, vorjodiert sind. Also lieber einmal mehr fragen. MILCH UND MILCHPRODUKTE
Alle Milchprodukte deutscher Erzeugung sind mehr oder weniger durch Jodzusätze kontaminiert, u.U. auch die von Bio-Erzeugern (ca. 10-15 % der Bio-Bauern verwenden jodierte Mineralstoffmischungen
oder jodierte Salzlecksteine, aber eben nicht alle. Hier lohnt sich ggf. Nachfragen). Obwohl die Tiere solche Zusätze vor allem mit der Winterfütterung erhalten, reicht das aufgebaute Joddepot, um die
Milcherzeug- nisse ganzjährig ungenießbar zu machen. Spätestens seit 1995 werden Mineralstoffvormischungen für das Tierfutter in ganz Deutschland iodiert,
vor 1995 verstärkt auch schon in Ostdeutschland. Es gibt nur wenige Bauern, die kein Iod mehr verwenden. Seitdem steigt der Iodgehalt der Milch und die Werte weisen große Spannweiten auf.
Bayerische Konsummilch aus 28 Molkereien liefert im Jahresmittel 115 µg Iod/l mit durchschnittlich erhöhten Gehalten bis zu 150 µg/l, v.a. im März und April, sowie im November und Dezember. [6]
Es können aber Spitzenwerte von über 1.000 µg/l auftreten.Jodgehalte frischer Vollmilch µg/l (Stiftung Warentest November 2007)
Kaufland K Classic |
167 |
Aldi Nord Milsani |
139 |
Hansano |
115 |
Gropper |
105 |
Edeka Gut & Günstig |
104 |
Tip |
96 |
Ravensberger |
77 |
Berchtesgadener Land (Demeter) |
77 |
Alnatura (Bioland) |
77 |
Aldi Süd Milfina |
75 |
Tuffi |
67 |
Weihenstephan |
61 |
Lidl (Bioness) |
58 |
Markant frischgold |
57 |
Dennree (Naturland) |
57 |
Landliebe |
56 |
Söbbeke (Bioland) |
56 |
Rewe (Füllhorn) |
40 |
Heirler (Neuform) |
29 |
Jodgehalte H-Vollmilch µg/l (Stiftung Warentest November 2007)
Lidl Milbona |
178 |
Domo lang lecker |
160 |
Aldi Nord Milsani |
151 |
Kaiser's A&P |
147 |
Plus Alpa |
117 |
Normo Norasan |
106 |
Penny Campus |
103 |
Rewe ja |
103 |
Netto Gutes Land |
103 |
Schwälbchen |
97 |
Aldi Süd Milfina |
96 |
Berchtesgadener Land |
83 |
Marktkauf Gut&Billig |
65 |
Milram |
63 |
Frischli |
57 |
MUH |
54 |
Minus L lactosefreie Vollmich |
135 |
Eine privat beauftragte Untersuchung von Milch durch das Institut Fresenius vom August 2007 ergab folgende Werte:
Becel pro-aktiv Diätgetränk 99 % Milch mit Pflanzensterinzusatz |
250 |
Demeter |
< 30 |
Edeka Bio-Wertkost 3,8 % Fett |
140 |
Butter, Joghurt, Dickmilch, Quark und Käse aller Art ist für die Jodrisikogruppe tabu, ein schweres
Ernährungshandicap. Als Milchersatz bleibt allein Sojamilch. Vorsicht bei Margarine: Es darf keine Milch als Emulgator verwendet werden. Deshalb auf den Zusatz achten: "Frei von Milchbestandteilen",
oder in der Deklaration: "Eiweiß = 0". Käse kann in doppelter Weise jodangereichert sein: Über jodreiche Milch und über das seit 1993
erlaubte Jodsalz bei der Herstellung. Im Salzbad gereifter Käse enthält (ohne das über das Tierfutter zugesetzte Jod) 70-85 µg Jod/100g im Randbereich und 17,5-34 µg Jod/100g im Kernbereich.
Hoffmann, W., M. Anke, W. Buchheim: Jodanreicherung von Schnittkäse über eine Lake mit jodiertem Salz. Online im Internet. 1997. AVL: http://bafm.zadi.de, Jahresbericht 1996, III
Forschung, 5. Institut für Verfahrenstechnik (Stand 06.01.2004) Beim Vergleich der für die einzelnen Betriebe berechneten Milchwerte wurden extreme Unterschiede
festgestellt. In einigen Betrieben lagen diese bis zu fünfzigmal höher als in anderen. Dabei wiesen Tiere aus Beständen, die kein iodsupplementiertes Mineralfutter verwendeten, im Vergleich zu den
übrigen deutlich niedrigere Werte auf. Große Unterschiede bezüglich des Uriniodgehalts ließen sich aber auch innerhalb der einzelnen Betriebe beobachten. Zwischen dem Iodgehalt im Urin und dem in
der Milch konnte eine hohe Korrelation nachgewiesen werden. Bei laktierenden Tieren ist daher eine Beurteilung des Iodstatus auch über die Iodkonzentration in der Milch möglich. (...) Die Untersuchung
des Iodgehalts der Kraftfuttermittel ergab zum Teil weit auseinanderliegende Werte zwischen 0,30 und 0,98 mg Iod/kg Futter Trockensubstanz. Die Iodgehalte der Mineralfuttermittel waren zum Teil deutlich
geringer als von den Herstellern angegeben [10].Die Wintermilch ist auf Grund der Stallhaltung und Zufütterung von angereichertem Tierfutter deutlich
iodreicher als die Sommermilch, im Sommer genießen alle Tiere eine gesetzlich geregelte Freiland- haltung. Biologisch erzeugte Milch hat durchschnittlich einen geringeren Iodgehalt als konventionell
erzeugte. Die Spannen sind extrem groß, erstaunlicherweise gerade bei den Biolandwirten. Die Autoren erklären dies mit der Erlaubnis der Anbauverbände, ebenfalls iodangereichertes Tierfutter (bis
zu 20% der Futtermenge) zu verwenden und zusätzlich Algenzubereitungen zu füttern. Das Phänomen der stark variierenden Gehalte von Sommer- und Wintermilch ist auch aus England, Dänemark und Deutschland bekannt.
ALKOHOL Vorsicht mit Alkohol ! Jod löst sich ausserordentlich gut in organischen Lösungsmitteln. Die Folge
ist, dass vermehrt Jod aus dem Körper "gewaschen" wird. Dies kann bei empfindlichen Personen einen Schub von Beschwerden aller Art auslösen. KAFFEE
Koffein erweitert die Bronchien (über 4 Stunden !) und kann damit gegen Asthma helfen. Auch Kopfschmerzen können gelindert werden. Menschen mit überaktivem Stoffwechsel (z.B. Schild-
drüsenüberfunktion) oder chronischer Jodvergiftung sollten aber eher vorsichtig mit Kaffee sein. SÜSSWAREN
Bitte berücksichtigen Sie, dass sehr viele Nahrungs- und Genußmittel u.a. mit oder aus Milch bzw. Milch- oder Molkenpulver hergestellt sind. Insbesondere über Süßigkeiten versucht man der
eigentlichen Zielgruppe für die hier stattfindende Zwangsjodierung, den Kindern und Jugendlichen, ihre tägliche "Jodration" zukommen zu lassen. Wenn also für die neue Milchschnitte oder den Milchriegel
damit geworben wird, dass darin "das Beste der Milch" enthalten ist, ist damit sicher nicht das Milcheiweiss, der Milchzucker oder das Milchfett gemeint, denn dann könnten Sie Ihrem Kind
genauso gut auch ein Stück Sahnetorte geben. Gemeint ist natürlich die Extraportion Jod, die über das Milch- und Molkepulver in die Produkte gelangt. Probieren Sie folgendes:
- Das schottische "Shortbread" von JOSEPH WALKERS. Das meiste aus dem umfangreichen Programm (das z.B. auch "Cocktail Oatcakes" enthält) ist in jedem TEELADEN zu haben
Insbesondere bei Produkten, die aus und mit Milch-, Molke- oder Eipulver hergestellt sind, ist Vorsicht geboten. Diese Pulver werden heutzutage in grossen Mengen europaweit verschoben. Und
ob die Milch in Ihrem italienischen Eis wirklich aus Italien kommt, steht in den Sternen. Besonders betroffen ist Vollmilchschokolade, die häufig mit Milchpulver hergestellt wird. Gut
verträglich sind alle Schokoladen ohne Milchbestandteile, in der Regel die Halb- oder Edelbitter-Schokoladen, z.B von Sarotti oder Ritter Sport. ZUCKER
Der Genuss von Zucker läßt den Blutzuckerspiegel plötzlich ansteigen. Der Körper reagiert, indem er Insulin und Adrenalin ausschüttet. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel so jäh, daß er sogar unter
das vor der Zuckerzufuhr liegende Niveau abfällt. Sie verspüren erneut Hunger. Genau wie Koffein löst Zucker eine "Berg und Talfahrt" des veg. Nervensystems aus. Reiner Zucker (egal ob weisser oder
brau- ner), oder auch Honig, zählt zu den einfachen Kohlenhydraten, die sehr leicht vom Körper in Energie verwandelt werden können. Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke oder wertvollerer Zucker in
Gemüse und Obst werden langsamer und unter höherem Energieaufwand "geknackt" und sind daher ein gleichbleibender und stabiler Energielieferant. Andererseits ist Zucker sicher eines der reinsten
Lebensmittel, die es gibt, keine Vitamine, keine Mineralstoffe, keine Gifte. Ebenso ist Zucker kein Vitamin- oder Mineralstoffräuber. Wer Zucker verträgt kann sich ruhig dann und wann das Leben ein wenig versüßen.
SOSSEN- UND KOCHHILFEN Das Problem liegt hier darin, dass die Hersteller keine unjodierten Ausgangsprodukte mehr erhalten
und dass viele Produkte Milcheiweiß enthalten. Im Ganzen ist die Produktgruppe deshalb ein Tummelplatz für die Mehrfachjodierung. Bedenken Sie, dass auch Brühwürfel tabu sind. Sie
enthalten das Jod möglicherweise gleich dreifach, über das verarbeitete Fleisch, über das zugesetzte Jodsalz und über das Milcheiweiß. Vorreiter der Jodierung ist hier leider die Firma MAGGI. Nur die
alte Maggi-Würze ist noch nicht jodangereichert, weil rein aus Soja.
- KNORR bietet unjodierte Produkte an, darunter die Delikatess-Bratensoße in der braunen Tube.
- In Bioläden gibt es aber von RAPUNZEL und anderen Firmen eine sehr gute "Gemüsebrühe salzarm", die überhaupt keine künstlichen Salzzusätze enthält.
- Ein sehr guter Würzmittelersatz für Tomatenfreunde ist "Oro di Parma" mit Würzgemüse
MEHLSPEISEN UND KARTOFFEL-VEREDELUNGSPRODUKTE Weder gewöhnliche Eier-Nudeln noch Nudeln mit jodiertem Salz sind für die Jodrisikogruppe
verwendbar. Gehen Sie sicher und kaufen Sie Nudeln, die nur aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt sind. Häufig bekommt man aber sehr delikate Eiernudeln aus Italien.
Die Kartoffelfertigprodukte des Herstellers Maggi sind leider vollständig mit Jodsalz hergestellt. Dagegen ist PFANNI dabei, sich aus der Jodierung zurückzuziehen. KONSERVEN
Grundsätzlich sind alle Konserven unbelastet, auf denen "Salz", "Kochsalz" etc. angegeben ist. Vorraussetzung ist natürlich, dass keine deutschen Fleisch oder Milchprodukte als Bestandteile
enthalten sind. Man findet aber z.B. auch argentinisches Corned Beef. EIS UND TIEFKÜHLKOST Die Convenience food ist fest im Griff der Jodierer. Die Großen liefern so gut wie kein Reingemüse
mehr. Statt Möhren: "Möhren in Rahmsoße", statt Spinat: "Rahmspinat", und schon ist über die Sahne Jod drin. Auf Eisgenüsse
müssen Jodallergiker in der Regel verzichten, es sei denn es handele sich um reines Fruchteis. GEMÜSE
Gerade Bio-Erzeuger verwenden organische Dünger, die das u.U. vorher dem Tierfutter zugesetzte Jod als Ausscheidungsprodukt enthalten. Aus diesem Grund kann auch deutsches Bodengemüse und
Obst Jod enthalten. Besonders betroffen sind "Jodzehrer" wie Zwiebeln, Möhren oder Kartoffeln. Diese saugen sich regelrecht mit Jod voll, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Bevorzugen Sie daher
diese Gemüse aus Südländern (Italien, Spanien, Frankreich). Lediglich Baumobst ist sicher unbelastet. WASSER
Prüfen Sie beim Kauf von Wasser, ob dieses Jod (Kaliumjodid, Jodate, Jodite) enthält oder mit Jod angereichert ist ! Mineralwasser kann pro Liter bis zu einem Milligramm Jod enthalten !
Auch wenn Jod nicht ausgewiesen ist, kann Mineralwasser viel Jod enthalten. Es gibt Wasserfilter- systeme, die Jod (statt Chlor) zum Entkeimen des Wassers benutzen. Das Wasser kann dann bis zu
8 Milligramm Jod je Liter enthalten !!! Da Mineralstoffe und Spurenelemente wie Jod meist gemeinsam vorkommen, ist Mineralwasser häufig auch mit Jod belastet.
Gegenüber Jod empfindliche Personen sollten jodhaltige Mineralwasser möglichst meiden !
Jodhaltige Mineralwässer |
Jodarme Mineralwässer |
Sicheldorfer 960-1048 µg/L |
Alpquell 0 µg/L |
Ausseer Heilquelle 394 |
Römerquelle 0 |
Konstatinquelle 302 |
Vöslauer 0 |
Sixtina 231 |
Waldquell 0 |
Radenska 217-428 |
Volvic 0 |
Peterquelle 206 |
Gasteiner 11 |
Martinsquelle 143 |
Preblauer 11 |
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Adelholzener 15 |
Johannisbrunnen 121 |
Güssinger mild 16 |
Rogaska Donatquelle 93-118 |
Severinquelle 18 |
Astoria > 200 |
Michlquelle 19 |
Long Life > 200 |
Römerquelle < 20 |
Radenska > 200 |
Heppinger < 20 |
Aqua Sola (St. Leonhards) > 500 |
Aqua vital 20 |
Juvina Aktiv > 200 |
Rosenbergquelle 21 |
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Longlife 37 |
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Sulzegger 40 |
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Thalheimer 45 |
Für den Jodgehalt im Trinkwasser der Regionen schwanken die Werte zwischen 0,2 und 15,5 µg/l.
Der Median liegt bei 2,6 µg/l. In 75% der Trinkwasserproben wird ein Jodgehalt unter 5,5 µg/l gemessen. Die höchsten Jodwerte des Trinkwassers werden im Norden, die niedrigsten im Süden gemessen. (->Karte der Jodgehalte)Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte gefiltertes Leitungswasser verwenden. Chlor begünstigt die Freisetzung von Jod aus Kaliumjodiden, die heute dem Tierfutter künstlich
zugesetzt werden. Trinken Sie also z.B. kein stark gechlortes Wasser. Die über ganz Deutschland verteilten Mineral- und Heilquellen sind stark jodhaltig, z.B. Bad Aachen,
Bad Abbach, Bad Birnbach, ... Selters an der Lahn. FRUCHTSÄFTE Neben dem Umstand, dass die meisten Säfte aus Konzentrat unter Hinzufügung von Wasser unbe-
stimmter Herkunft und Qualität hergestellt werden, können Fruchsäfte einen hohen natürlichen Jodgehalt aufweisen. Rauch Johannisbeersaft 2750 µg/l, Trink Vit 1092 µg/l, Sonnenfrucht Apfelsaft 1020,
Goldland Orangensaft 680, Lipton Zitrone 504 µg/l. Auch Bier hat es in sich. Clausthaler Herbfrisch 920 µg/l.
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung hat im Jahr 2004 ebenfalls Fruchsäfte und Milch untersuchen lassen, sieh Jod_in_Fruchtsaft _und_Milch.pdf. FISCH und ALGEN - Bindemittel
Meeresfische sind i.d.R. hoch jodhaltig. Süßwasserfische enthalten von Natur aus weniger Jod. Achtung ! Manche Züchter verwenden inzwischen jedoch jodhaltiges Futter, so dass ihr
Süsswasserfisch dem Meeresfisch um nichts nachsteht ! -> Algen
und Seefische speichern Jod in natürlicher, biologischer Form, nicht als Jodid oder Jodat
(Salz der Jodsäure HJO3), wie es dem Jodsalz zugesetzt wird. Jod in natürlicher Form wird zwar besser aufgenommen als künstlich in Form von Jodsalz zugesetztes, kann jedoch ebenfalls zu
Beschwerden führen. Dies gilt insbesondere für Meersalz.Die Zusätze Carrageen
, Agar, Algin, Alginsäuren (E400-E407) sind ebenfalls hoch jodhaltig. Carrageen wird als Bindemittel (z.B. in Sahne) verwendet.Muttermilch, Säuglingsnahrung und Beikost
Die DGE empfiehlt für Säuglinge von 0-4 Monate 40 µg Iod/Tag, für 4-12 Monate 80 µg Iod/Tag. Industriell hergestellte Muttermilch-Ersatznahrung, so genannte Säuglingsanfangsnahrung ("Pre" und
"1"), liefert bei einer angenommenen Trinkmenge von 750 ml/d eine Iodmenge von 70-78 µg/d. Der Iodzusatz ist gesetzlich vorgeschrieben (tatsächliche Spanne: 3,5-15 µg/100ml). Industriell
hergestellte Beikost liefert durchschnittlich 113 µg/Tag, wenn man sich an die empfohlenen Mengen des "Ernährungsfahrplans" des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) hält. Die Iodanrei-
cherung der Beikost ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber in der Breite praktiziert. Ein Teil der Kinderbreiprodukte wird im Rahmen der Jodprophylaxe unter Verwendung von jodangereichetem
Getreide hergestellt. Somit werden die von der DGE empfohlenen Mengen um fast 50-100% übertroffen. Der Iodzusatz in bilanzierten Diäten ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben. Prof. Anke und
Mitarbeiter fanden bei Untersuchungen in Thüringen, dass sich der Iodgehalt der Muttermilch von 1982-1992 verdoppelte und von 1992-1997 noch einmal verdreifachte. Säuglinge aus dieser Region
nahmen 1997 eine durchschnittliche tägliche Iodmenge von 83 µg/Tag auf, was der doppelten Menge der Zufuhrempfehlungen der DGE entspricht. Anke, M., M. Glei, C. Rother, J. Vormann, U. Schäfer, B. Röhrig, C. Drobner, E. Scholz, E. Hartmann, E. Möller, A. Sülzle: Die
Versorgung Erwachsener Deutschlands mit Iod, Selen, Zink bzw. Vanadium und mögliche Interaktionen dieser Elemente mit
dem Iodstoffwechsel. In: 3. Interdisziplinäres Iodsymposium. Berlin: Blackwell Wissenschafts-Verlag, 2000, S. 147-175
NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL, ZUSATZSTOFFE
Meiden Sie rote, orangefarbene und braune Lebensmittel, Pillen und Kapseln. Viele der Produkte in diesen Farben enthalten Jod. Der rote Lebensmittelfarbstoff Erythrosin (E127) besteht zu 50 % aus
Jod. Er wird in folgenden Produkten verwendet: Bigarreaukirschen (Kaiserkirschen), Obstkoktails, Coktailkirschen, kandierte Kirschen (Amarenakirschen). Die vorgeschriebenen Höchstmengen für
Erythrosin liegen zwischen 150 mg/kg und 200 mg/kg ! Viele Multivitaminpräparate enthalten Jod. Da die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln das Thema der hier stattfindenenden Zwangs-
medikation mit Jod ist, möchte ich das Thema in folgendem ->
Exkurs noch vertiefen.MEERSALZ / STEINSALZ
Meersalz genau wie Steinsalz hat einen von Natur aus hohen Jodgehalt (siehe Ende -> Tabelle1).
Viele Jodallergiker und empfindliche Personen reagieren inzwischen auch auf natürliche Jodgehalte und sollten daher mit Meer- oder Steinsalz zubereitete Speisen meiden. Beachten Sie, dass auch die
beliebten Salzkristalllampen aus Steinsalz hergestellt werden und somit die Atemluft in Ihrer Wohnung mit Jod belasten können.VEGETARISCHE KOST
Soja (Tofu, Sojamilch) beschleunigt die Ausscheidung von Schilddrüsenhormonen. Die in Vollkorn- produkten (Getreide, Samen) sowie die in Ölpflanzen und Hülsenfrüchte enthaltenen Phytine binden
Zink und Magnesium im Körper. Dadurch wird die Bildung von Schilddrüsenhormonen reduziert. Vegetarische Produkte werden sehr häufig mit Meersalz gewürzt. Auch Produkten wie Sojasauce,
Tofu und Sojamilch wird inzwischen Jodsalz zugesetzt. Kaufen Sie also nicht unbesehen.
ALLGEMEIN
Jod wird hauptsächlich im Dünndarm aufgenommen. Wird das Jod bereits im Magen freigesetzt - wie
etwa bei Tabletten, Salz u.a. - geht (normalerweise) der größte Teil davon verloren. Aus diesem Grund ist das Jod im Jodsalz recht hoch dosiert.
Beim Kochen von Speisen verdampfen bis zu 50 % des darin enthaltenen Jodes, beim Braten, Backen und Schmoren sind es ca. 25 %. So können Dämpfe, die z.B. in Restaurants oder Kantinen
von den jodierten Speisen aufsteigen, Jodallergikern durchaus Probleme bereiten. Brot verliert nach 3 Lagerzeit 6,5 %, nach 7 Tagen 34 % des Jodgehaltes, Kartoffeln und Bohnen
verlieren beim Kochen 15 %. Es ist anzunehmen, dass sich das flüchtige Jod als molekulares Jod in der Raumluft wiederfindet oder mit anderen Lebensmitteln verbindet.
URLAUB Vorsicht bei Restaurantbesuchen ! Die an sich unbelasteten Nahrungsmittel können bei der Zube- reitung mit Jodsalz aus der Restaurantküche versetzt worden sein. Nachfragen ! Nur in England,
Irland, Schottland und Portugal ist dies nicht zu befürchten. In diesen Ländern wird kein Jodsalz verwendet. In Frankreich kann auch das Brot jodiert sein. Nachfragen ! Jodsalz heisst auf französisch Sel de jodi.
Ebenso besteht immer die Gefahr, dass importierte Milch verwendet wird.In Schweden, Italien, Österreich und der Schweiz ist das für die Verwendung im Haushalt gedachte Salz jodiert. In Amerika werden extrem jodhaltige Mehlbleichmittel verwendet, so dass auf diesem Wege viele Weißmehlprodukte mit Jod belastet sind.
Beachten Sie, dass Meeresluft und mehr noch Meerwasser jodhaltig ist. Wenn Sie empfindlich sind, sollten Sie einen längeren Aufenthalt am Meer vermeiden.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß jenes aus dem Meer mit dem Wasserdampf "aufsteigende" Jod auf Grund seiner Schwere wieder absinkt, sodaß es höhere Bergketten z.B. hinter
Neapel oder auch in Sizilien nicht überwinden kann. Eine Liste mit ->
Gaststätten, die kein Jodsalz verwenden, hat Frau Siegrid Weiss zur Verfügung gestellt. SONDERHINWEISE UND AKTUELLES
Selbst bei Jodallergikern, die alle oben genannten Hinweise zu beachten versuchen, kann es zu Problemen kommen. Die meisten Jodallergiker haben früher selbst hohe natürliche Jodgehalte
vertragen. Durch die Jodierung zwangssensibilisiert vertragen sie sie nicht mehr (mit Unterschieden). Überlegen Sie bei Problemen sorgfältig, ob Sie sich regelmäßig neben der gewöhnlichen Ernährung
irgend einen Stoff zuführen und seit wann das geschieht. Beispiele: Allergikern wird empfohlen, den südamerikanischen Lapacho-Tee zu trinken. Bei einigen
Jodallergikern wirkt er aber allergieauslösend. Seit einiger Zeit gibt es ein natürliches und durchaus wirksames Husten- mittel mit Efeu-Extrakt. Für Jodallergiker ist es nicht geeignet, da jodhaltig. In
manchen Natur-Kosme- tika, z.B. in Sonnenschutzmitteln, ist Hagebuttenauszug enthalten, der jodhaltig ist. Allergiker reagie- ren sehr schnell mit brennender und juckender Haut. Direkte
Jodzusätze sind nach der Kosmetik- verordnung vom Oktober 97 verboten. Zudem hat die Tierfutter-Jodierung Auswirkungen, die sich jeder Kontrolle entziehen. Organischer
Dün- ger, wie ihn gerade Bio-Erzeuger verwenden, enthält das vorher dem Tierfutter zugesetzte künstlich her- gestellte Jodid als Ausscheidungsprodukt der Tiere. Durch diesen unseligen
Zusammenhang können Jodallergiker jetzt auf organisch gedüngte Erzeugnisse pflanzlicher Herkunft (vor allem direkt im Boden wachsendes Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Spargel,
aber auch Erdbeeren u.a.) allergisch reagieren. Nicht genug damit: Auch die Hersteller von Mineraldüngern haben sich dazu überreden lassen, Jod zuzusetzen. DIÄTEN
Es werden viele Produkte zur Gewichtsabnahnme angeboten, deren Wirkung in erster Linie auf deren hohem Jodgehalt basiert (Spirulina, Kurmolke, etc.). Abgesehen davon, dass diese Diäten i.d.R.
sowieso nichts bringen, sollten Sie die Finger von diesen Produkten lassen. Wenn Sie wirklich ernsthaft Probleme mit Übergewicht haben, sollten Sie die Möglichkeit einer Schilddrüsenunterfunktion in's Auge fassen.Bei einer eventuellen Gewichtsabnahme müssen Sie beachten, dass Ihr eigener Körper u.U. hoch mit Jod "belastet" ist. Dieses Jod wird dann frei, und führt zu entsprechenden Beschwerden.
Beachten Sie, dass auch eine Umstellung auf vegetarische Ernährung (für viele Betroffene leider die einzige Möglichkeit, dem Jodwahn zu entkommen) häufig zunächst mit einer Gewichtsabnahme verbunden ist. BIO-Kost
Der Begriff 'BIO' ist nicht geschützt und kann daher von jedem verwendet werden. Es gibt Anbau- verbände wie z.B. DEMETER
oder BIOLAND, die Erzeuger- und Verarbeitungsrichtlinien für die ihrem Verband angehörenden Mitglieder aufgestellt haben. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.), der auch DEMETER und BIOLAND ange-
hören, ist ein Spitzenverband der ökologischen Lebensmittelwirtschaft und repräsentiert den privat- rechtlich organisierten Ökologischen Landbau in Deutschland. Ihm gehören Verbände und
Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette ökologischer Lebensmittel an, von der Erzeugung über die Verar- beitung bis zum Handel. Die Qualitätsrichtlinien für Erzeugung und Verarbeitung sind
dort aber z.T. deutlich weniger eng gefasst als z.B. bei DEMETER oder BIOLAND. Das krebserregende ->Nitritpökelsalz etwa ist für Demeter-Fleisch und Wurstwaren ausgeschlossen,
auch wenn die BÖLW den Einsatz inzwischen zuläßt. Die BIOLAND-Verarbeitungsrichtlinien schließen zwar die Verwendung von Nitritpökelsalz aus, lassen aber die Verwendung von Jodsalz ausdrücklich zu.
Nach Auskunft von DEMETER ist bei der Verarbeitung von Demeter-Produkten der Zusatz von Jod ausgeschlossen. D. h. eine künstliche Anreicherung mit Jod im Laufe der Verarbeitung findet nicht
statt. Bei der Tierfütterung ist allerdings die Gabe von Jod möglich. NATURLAND ist ein gemeinnütziger Zertifizierungsverband ist, der Unternehmen zertifiziert, die sich
vertraglich dazu verpflichtet haben, die Naturland Richtlinien einzuhalten. Laut den Naturland Richtlinien in ihrer aktuellen Fassung von Juli 2002 ist der Einsatz von iodiertem Speisesalz in der
Verarbeitung von Naturland Produkten oder aber Iod als Zusatz in Mineralfutter zulässig. In wie weit ein von Naturland zertifiziertes Unternehmen Iod in Mineralfutter oder iodiertes Salz tatsächlich
einsetzt, ist dem Ermessen jedes einzelnen Unternehmens überlassen.DEMETER und BIOLAND werben u.a. damit, dass auf den biologisch-dynamischen Höfen ihrer
Vertrags-Bauern alle Tiere hofeigenes Futter oder zugekaufte Futtermittel von anderen Bio-Betrieben bekommen. Dies gilt aber nur mit Einschränkungen. Futtermittel konventioneller Herkunft, außer
Grundfutter, dürfen z.B. zu max. 10 % (bei Geflügel 20 %) verfüttert werden. Bei Betrieben, die z.B. auf die Demeter-Richtlinien umstellen, darf der Anteil im Zukauf 30 % betragen.
Mineralstoffmischungen sind bei BIOLAND ausdrücklich von dieser Höchstmengenregelung ausgenommen. Die Verwendung von Mineralstoffgemischen konventioneller Herkunft (die inzwischen alle jodiert sind) ist daher zulässig.
In wie weit dies auch auf andere Erzeugergemeinschaften zutrifft ist schwer zu sagen. Erkundigen Sie sich ggf. vor Ort oder direkt bei einem Bauern.
DEMETER plant, eine Liste mit Bauern zu erstellen, die ihre Futtermittel nicht zusätzlich mit Jod anreichern. Fragen Sie ggf. bei DEMETER nach, vielleicht beschleunigt das ja die Erstellung. Exkurs: Iod aus Algen
Die Diskussion innerhalb der Bio-Anbauverbände macht sich v.a. an der Anreicherung mit Iodid und Iodat aus mineralischen Quellen fest, weniger kritisch wird der Einsatz von Algen betrachtet.
Aber auch bei der Verwendung von Algen muss der genauen Dosierung Aufmerksamkeit geschenkt werden, da einige Arten extrem iodreich sind (v.a. Braun- und Rotalgen) und der Iodgehalt starken Schwankungen unterliegt (->
Jodgehalte von Algen). So warnt das BgVV [14]
vor Algen mit einem Iodgehalt, der 20 mg/kg Trockengewicht übersteigt. Zwar setzen die toxischen Nebenwirkungen in der
asiatischen Bevölkerung, die an den Algenverzehr traditionell gewöhnt ist, erst bei einer viel höheren Konzentration ein als bei mineralischem Iodid und Iodat (ab 2-10 mg Iod/Tag), führen dann aber bei bis
zu 9% der Bevölkerung zur Strumabildung und Hypothyreose. Der Iodgehalt ist durch Kalt- oder Heißextraktion (Wässern und Kochen mit Verwerfung des Kochwassers) um bis zu 90% zu
verringern. Die Bioverfügbarkeit des Iods ist durch die organische Bindung reduziert, bedingt durch eine geringere Wasserlöslichkeit. Zudem haben begleitende Ballaststoffe eine mindernde Wirkung auf
die Verdaulichkeit und Resorption. Durch die Tiermast mit Algen können Jodgehalte von bis zu 700 µg/100g in Eiern auftreten ! [15] EINKAUFSTIPS: Die folgenden Tips stellen nur eine Teilmenge verträglicher Produkte dar, die ich persönlich "getestet" habe und die für mich
bzw. persönliche Bekannte von mir verträglich sind. Es gibt darüber hinaus sicher noch viele andere Sachen, die auch verträglich sind.
- Käse aus Irland, Spanien, Dänemark sofern nicht aus oder mit deutscher Milch hergestellt.
(Achtung ! Käse aus Frankreich ist nicht verträglich -> Aktuelles),
Irische Kerrygold-Butter (*)
Leberpastete aus Belgien
KAUFHOF führt in seinen Lebensmittelabteilungen in Berlin und Hannover (wahrscheinlich auch in anderen Städten) eine grosse Auswahl an ausländischen Käse- und Wurstwaren.
Darüber hinaus besteht eine große Auswahl an ausländischem Frischfleisch z.B. aus Italien, Neuseeland oder Irland Sehr zu empfehlen: Fleisch der italienischen Firma 'AIA' (Kaninchen, Hühnchenbrust,
Putenbrust + -keule), neuseeländische Lammfleisch (gibt es häufig in der Tiefkühltruhe).
PASSENDALE Käsespezialität aus Flandern, in Scheiben (Belgien)
OLD AMSTERDAM alter Gouda (Holland)
Leerdamer, Maasdamer, junger und alter Gouda aus Holland
TOLKO Frischkäsezubereitung (gibt's in 5 verschiedenen Variationen) (Dänemark)
TOSTRUP Castello Reifkäse mit Weißschimmel (Dänemark)
SANPAREIL Brüsseler und Ardenner Leberpastete in allen Variationen
"Der milde Chavroux" Ziegenfrischkäse aus Frankreich
(*) Obwohl das Länderkennzeichen der Kerryygold, genauso wie die irische Greenfields, aus Deutschland ist, kommt die
Butter aus Irland, sie wird lediglich in Deutschland abgepackt. Sehr empfehlenswert ist hierzu auch die Seite von Leni Reuters
. Die für sie verträglichen Nahrungsmittel hat sie in einem pdf-Dokument
zusammengefasst. Vorsicht vor folgenden Produkten:
- "ungarische Salami" der Firma Herz
- polnische Krakauer der Firma Koto "Halina Köstlich"
- YANO orig. polnische Zywieckawurst
- YANO polnische Krakauer (in Scheiben)
- panierte Hähnchenschnitzel der Firma AIA, 'lamilanese', 'Cordon bleu'
- Joghurt der Marke "Nicolait" aus Frankreich
- Sahne von Kerrygold (enthält
Carrageen)
- Wurstwaren der Firma Citterio (Mortadella, Schinken)
- BUKO-Käse aus Dänemark (verwenden wahrscheinlich deutsche Milch)
- Salami "Classic" und Baguettesalami von Aoste (Belgien)
- Fleischklöße der Firma 'Mou' (Tulip Dänemark)
- dänisches Frühstücksfleisch 410-Gramm-Dose
Versandhandel von FrischfleischBauckhof Es hat sich herausgestellt, dass die Firma Bauck jodiertes Hühnerfutter verwendet und dies auch
schriftlich bestätigt. Es ist ungewiss, ob auch andere Tierarten dort jodiertes Futter erhalten, ich kann daher nur abraten.
Bio-Bauern die kein jodiertes Futter verwenden
Der Demeter-Bauer Staudenmüller verwendet keine jodierten Kraftfutter. Er verkauft seine Produkte zwei mal wöchentlich in Berlin-Charlottenburg auf dem Wochenmarkt und betreibt einen Hofladen. Die Adresse: ----- Gärtnerhof Staudenmüller
Askanische Straße 1 17268 Vietmannsdorf Tel. 039882 - 263 Fax. 039882 - 49111 ----- Bauer Korte
Hofladen Brockenhausen-Dentern
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00 - 12.30 / 15.00 - 18.30 Uhr Sa 9.00 - 12.30 Uhr
Neuerdings nicht jodiertes Schweinefleisch sowie eine Metzger-Suche nach PLZ:. www.bauer-korte.de Er bietet auf seinem Hof eine Art Ernährungsberatung an, da er vor mehreren Jahren durch
Übersäuerung seines Körpers fast arbeitsunfähig war und kurz vor einem Leben im Rollstuhl stand. ----- Hof Block-
Ein landwirtschaftlicher Betrieb in Niedersachsen, der sich auf die Haltung und Schlachtung von Galloway-Rindern spezialisiert hat. Die Tiere werden ganzjährig auf Weiden gehalten und ernähren
sich ausschließlich von Heu, Gras und Silage. Da keinerlei Mineralstoffe zugefüttert werden, ist das Fleisch der Galloways frei von Jodzusätzen.
Bei der Herstellung der Wurstwaren wird ausschließlich das Fleisch der Galloways verwendet, Fleisch von anderen Tieren wird nicht verwendet. Im Sortiment befinden sich z.B.:
Mettwurst, Wiener Würstchen, Corned Beef, Sülze, Gulasch, Chili Con Carne und Gallis (eine Art Bierbeisser). Verkauf im Hofladen 8:00 - 18:00 Uhr
Thorsten Hübner Unter den Eichen 23
31632 Husum/Schessinghausen Tel.: 05027/610 Fax: 05027/751 hof.block@hotmail.de
www.hof-block.de ----- Anderlhof --------------------------------
Chr. Gasteiger Tinning 5 83083 Riedering (bei Rosenheim) Tel: 08036/575 Fax: 08036/3814 Email: info@anderlhof-tinning.de
Internet: www.anderlhof-tinning.de Das Rind- und Putenfleisch aus eigener Erzeugung ist jodfrei. Ein Versand ist möglich.Verkauf: Dienstags 8 bis 13 Uhr Freitags 8 bis 18 Uhr
----- Fleischerei Jachnik --------------------
Wellness Fleischerei Jachnik Friedrich-Ebert-Str. 174 34119 Kassel Telefon 0049(0)561/35186 Fax 0049(0)561/3161971 http://www.wellness-fleischerei-jachnik.com (mit Online-Shop) Ansprechpartner Dieter Jachnik E-Mail dieter.jachnik@t-online.de Öffnungszeiten vor Ort:
Montag geschlossen
Di.- Do.: 8.00 - 13.30 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr Fr.: 8.00 - 18.00 Uhr Sa.: 7.00 - 13.00 Uhr
Die Schinkenwaren werden mit Meersalz hergestellt. Wiki für Bäckereien, Metzgereien, etc., die kein Jodsalz verwenden http://hashi.site88.net/Wiki/index.php?title=Adressen_ohne_Jod
Hier kann jeder der möchte Einträge vornehmen. Vorsicht bei den Inhaltsstoffen wie Milch-, Ei- oder Sahnepulver sowie natürlich Eiern Butter und Milch. Im Zweifel noch mal nachfragen. Übersicht der Jodgehalte von Nahrungsmitteln
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