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Behandlung

Wenn Sie einige der auf den vorangegangenen Seiten dargestellten Anzeichen bei sich entdecken, muss untersucht werden, ob evtl. eine ->Schilddrüsenfehlfunktionen vorliegt. Hierfür werden zuerst die Hormon- werte T3, T4, FT3 und FT4 bestimmt. Besonders die FT3 und FT4-Werte sind von Bedeutung. Lassen Sie dies bei einem Radiologen vornehmen. Dieser führt auch eine Ultraschalluntersuchung der Schild- drüse sowie ggf. eine Szintigrafie (eine Art Momentaufnahme der Schilddrüsenaktivitäten) durch (siehe Ärzte)

Beim Szintigramm wird leicht radioaktiv angereichertes Jod (123-J oder 131-J) oder radioaktives Techne- tium  in die Armvene gespritzt. Dieses angereicherter Jod wandert schnell in die Schilddrüse, wo es im Gegensatz zum nicht angereicherten Jod eine Strahlung aussendet. Anhand der Strahlung lässt sich nun bildlich darstellen, ob sich das Jod gleichmäßig in der gesamten Schilddrüse verteilt, oder ob einzelne Bezirke vermehrt radioaktives Jod aufgenommen haben. Dieses  zeigt dann eine Störung der Schilddrüse an, meist einen „heißen" oder einen „kalten" Knoten.

Achtung ! Nach einem Szintigramm (u.U. erst 1-2 Wochen nach der Untersuchung) können über Wochen Beschwerden wie Herzattacken oder Angstzustände auftreten !

Es ist auch möglich, ein Szintigramm ohne Jod durchzuführen. Siehe Ärzte (Dr. Kelber).

Beachten Sie, dass Schilddrüsenkranke besonders empfindlich auf Jod reagieren. Die meisten behandelnden Ärzte weisen leider nicht auf diesen Umstand hin.

Doch selbst wenn die Hormonwerte im Normalbereich liegen und keinerlei Schilddrüsenfehlfunktion messbar ist, können z.B. bei einer Jodvergiftung alle Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten.
Lassen Sie sich nicht in die "Psychoecke" drängen. Die meisten Ärzte sind leider in keinster Weise mit Joderkrankungen vertraut. Nicht selten wird eine "Systemerkrankung" oder schlimmer noch Simulanten- tum angenommen (->
Exkurs Ärzte). Stellen Sie Ihre Ernährung um und vertrauen auf die Selbstheilungs- kräfte des Körpers.

Für Menschen, die empfindlich auf Jod reagieren, ist die wichtigste Maßnahme die Meidung von jodierter Nahrung (siehe ->Ernährung) und ->Jod in ihrer Lebensumgebung.

Wer oftmals nach Jahren der Überjodierung irgendwann mehr oder minder zufällig die Ursache seiner bis dahin vermeintlich unerklärlichen und schicksalsgegebenen Beschwerden entdeckt, ist i.d.R. bis unter die Haarspitzen vollgepumpt mit Jod. Jod wird neben der Schilddrüse in den Speicheldrüsen, der Magen- schleimhaut sowie im gesamten Körpergewebe angereichert. Hierdurch ist sichergestellt, dass auch län- gere Phasen jodarmer Ernährung problemlos überbrückt werden können. Genau dieser Mechanismus erschwert das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Jodaufnahme und auftretenden Beschwerden, weil auch und gerade dann, wenn eine Zeit lang weniger stark jodierte Sachen zu sich genommen wer- den, Beschwerden auftreten können.

Die Ausscheidung des Jodids erfolgt über den Magen-Darm-Trakt und die Nieren. Der Hauptteil (70%) wird über die Nieren abgesondert. Bei stillenden Müttern wird ein gewisser Anteil über die Muttermilch abgegeben. Eine geringe Menge des Jodids wird über den Schweiß abgegeben.

Jod-Ionen sind wasserlöslich. Das gilt jedoch nicht für alle Jodverbindungen. So gibt es z.B. jodhaltige Röntgenkontrastmittel auf Wasser- und auf Ölbasis (es gibt übrigens auch Röntgenkontrastmittel, die nicht jodhaltig sind. Wenn Sie empfindlich auf Jod reagieren, sollten Sie sich vor einer Untersuchung nach solchen erkundigen.) Während die wasserlöslichen nach 3 Tagen bis 3 Wochen ausgeschieden werden, können die öllöslichen bis zu 2 Jahre im Köper verbleiben. In einigen Entwicklungsländern wird Jodöl gespritzt. Eine solche Spritze hält ebenfalls 2 Jahre.

Die aktuell im Körper vorhandene Menge an Jod ist nur schwer bestimmbar. Eine Urinuntersuchung ist sehr ungenau, da die ausgeschiedene Menge Jod stark von äußeren Umständen wie Ernährung, Bewe- gung, Jahreszeit (Wärme) oder allgemeiner Konstitution abhängt. Für eine exakte Betimmung müßte der Urin 24 Stunden gesammelt werden. So behilft man sich mit Messung des Jodes im Spontanurin und setzt ihn in Beziehung zum gleichzeitig ausgeschiedenen Kreatinin, welches als Abbauprodukt des Muskeleiweisses Kreatin entsteht. Diese ist u.a. abhängig von der Muskelmasse und vom Fleischver- zehr, und unterliegt somit starken individuellen Schwankungen. Trotzdem wurde diese Kreatininmenge bisher immer als konstante Größe angesehen, was zwangsläufig zu falschen Resultaten im Bezug auf die im Körper vorhandene Jodmenge führt. (Siehe auch -> Ute Aurin "Risiko Jod")
Eine Gewebeuntersuchung ist aufwendig und teuer und kann zudem nur punktuell Aufschluss geben.

Das Absenken des Jodpegels dauert i.d.R. mehrere Monate und kann mehrere Jahre dauern. Bereits nach wenigen Wochen jodarmer Ernährung kann sich der Gesamtzustand deutlich verbessern. Es können aber immer wieder Beschwerden (wie Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Durchfall, Fieber, Untertemperatur, Erschöpfung) mit schubartigem Verlauf auftreten, die jedoch im Lauf der Zeit abklingen.
Eine vollkommen jodfreie Ernährung ist kaum möglich und auch nicht notwendig. Meiden Sie in erster Linie alle tierischen Nahrungsmittel (Fleisch, Wurst, Käse) von Erzeugern, die jodieren (siehe ->
Viehfutterjodierung). Süßigkeiten die aus Molke-, Milch- oder Eipulver hergestellt sind, mit Jodsalz hergestellt Sachen wie Brot und Gebäck,  sowie Seefisch (siehe ->Ernährung und ->Tabelle der Nahrungsmittel). Essen Sie nur in Restaurants und Kantinen, wenn Sie sicher sind, dass dort kein Jodsalz verwendet wird.

Der schubartige Verlauf wird begünstigt durch Umstände, die die Stoffwechselaktivität erhöhen und somit die Freisetzung im Körper gespeicherten Jodes begünstigen bzw. durch die verstärkte Durchblutung der Schilddrüse die Produktion von Thyroxin bewirken, wie z.B. vermehrte körperliche Aktivität, Stress oder warmes Wetter. Doch auch bei normalisiertem Jodpegel können durch die Übersensibilisierung auf Thyroxin und Noradrenalin (siehe -> Neurotransmitter und ->Jodallergie) weiterhin alle Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion bzw. der allergischen Reaktion auftreten, obwohl die S.hormonwerte im Normalbereich sind.

Für die Festellung einer Jodallergie gibt es verschiedene ->Allergietests. Diese sind bei einer Jodallergie jedoch sehr unzuverlässig, da häufig nicht das Jod direkt, sondern Stofwechselprodukte, die im Organismus durch Abbau oder Umwandlung von Jod erst entstehen, die allergische Probleme verursachen.

Melisse wirkt beruhigend auf die Schilddrüse, ebenso wie Kamille, Basilikum, Jasmin oder Karotten.

Es gibt kein Medikament, das Jod bindet oder die Ausscheidung von Jod beschleunigt. Einzig Alkohol als organisches Lösungsmittel kann Jod effektiv binden. Doch Vorsicht ! Zuviel Alkohol kann schnell (insbesondere dann, wenn Sie sonst keinen Alkohol trinken, und über die Jahre ein großes Joddepot aufgebaut haben) große Mengen Jod im Körper freisetzen !  Wer empfindlich auf Jod reagiert sollt hier auf jeden Fall aufpassen und im Zweifel lieber die Finger weg lassen.

  • Gönnen Sie sich viel Ruhe, viel Schlaf und viel frische Luft !
     
  • Überfordern Sie weder Ihren Körper durch schweres oder hektisches Arbeiten (wie schweres Heben, längere Autofahrten, lang anhaltende Märsche, exessive Hausarbeit) noch Ihren Geist durch stundenlanges Arbeiten am Computer
     
  • Vermeiden Sie Streit und Ärger ! Gehen Sie Problemen auch einmal aus dem Wege !
     
  • Verwöhnen Sie sich! "Streicheln" Sie Ihre Seele
     
  • Verschönen Sie sich jeden Tag mit selbst gestalteten positiven Erlebnissen und mit all den Dingen, die Ihnen Freude bereiten (ein heiteres Buch, Musik, helle Farben, angenehme Düfte, ein kleiner Spaziergang, Begegnung mit netten Freunden u.a.).
     
  • Pflegen Sie Ihren Körper mit gut fettenden und Feuchtigkeit spendenden Cremes und Düften
     
  • Essen Sie, worauf Sie Appetit haben (aber bitte jodarm) !
     
  • meiden Sie stark nitrathaltige Lebensmittel und stark saure bzw. säurefördernde Speise

 

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